Im März bereiten wir Pfarrer die Konfirmationen und auch die Jubelkonfirmationen vor. Vor wenigen Tagen sagte eine Frau: „Im Gemeindebrief habe ich von der goldenen Konfirmation (also 50 Jahre nach der Konfirmation) gelesen, im nächsten Jahr gehöre ich dazu und ich habe mal meinen Konfirmandenspruch wieder herausgesucht.“ Eine andere sagte spontan freudig zu mir: „Mein Konfirmandenspruch heißt: Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft. (Psalm 62,2).“ Die „grünen Konfirmandinnen und Konfirmanden“ beschäftigen sich gerade damit, welcher Konfirmandenspruch für sie gut ist. Er sollte ansprechend, verständlich und ermutigend sein, auf jeden Fall zu dem jungen Menschen passen. Denn er will durch die Höhen und Tiefen des Lebens begleiten. Er will helfen, orientieren und trösten – immer wieder neu. Der Konfirmandenspruch wird einem Menschen zugesprochen und versteht sich so als Zuspruch der Gnade Gottes.
Ich bin froh über meinen Konfirmandenspruch, er hat mich bisher gut begleitet und immer wieder ermutigt, an der Sache des Evangeliums zu bleiben und die Würde des Menschen hochzuhalten. Ich erinnere mich sehr gut, wie er mir am Tage meiner Konfirmation unter Handauflegung zugesprochen worden ist, ich war ergriffen, als ich das Pauluswort als "mein Wort" hören durfte: „Ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht, denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig macht alle, die daran glauben.“ (Römer 1,16)
Ich wünsche allen Konfirmandinnen und Konfirmanden, dass sie Freude empfinden, wenn sie ihren Konfirmandenspruch hören und ihnen der Segen Gottes zugesprochen wird. Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, wünsche ich Zuversicht und Stärke an dem Ihnen zugesprochenen Wort.
Dekan Hans Scheffel