Tausende Jugendliche werden in den kommenden Wochen nach Ostern in den Kirchen in Baden landauf und landab konfirmiert. Bewegen sich vielleicht etwas hölzern in der ungewohnten Kleidung, fühlen sich eingeschnürt von der Krawatte oder unsicher auf den Schuhen mit hohen Absätzen. Fühlen sich geehrt, endlich einmal so richtig im Mittelpunkt einer Feier zu stehen.
Wenn ich an meine eigene Konfirmation zurückdenke, kann ich mich kaum noch an etwas erinnern. Weiß nicht mehr, was es zu essen gab, wer alles zu Gast gekommen ist, was es für Geschenke gab. Ich weiß nichts mehr vom Gottesdienst, habe keine Ahnung, wie ich mich an diesem Tag gefühlt habe. Aber eines hat sich unlöschbar in mein Gedächtnis eingegraben: ich weiß, wie ich mich auf die Kniebank niedergelassen habe, gespannt auf den Konfirmandenspruch lauschte und dann, wie ergriffen ich war, als ich die Hände des Pfarrers auf meinem Kopf spürte und die Worte des Segens hörte. Da fühlte ich: da geschieht etwas, das mehr ist, als ich es mir erklären kann, da kommen irgendwie Himmel und Erde zusammen.
Ich wünsche allen Konfirmandinnen und Konfirmanden ein eindrucksvolles Fest – und eben diesen Segen Gottes als Wegbegleiter im weiteren Leben.
Schuldekan Gunnar Kuderer




